WotLk Prequel: Arthas wird fallen

(c) Blizzard Entertainment

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Hier stehen wir nun an der Schwelle zur Verdammnis, eingeholt von der Finsternis. Um uns herum geflüsterte Worte tapferer Krieger, die fassungslos auf das Spektakel hinab blicken, dass sich uns bietet.

„Wir werden nicht weichen, sondern kämpfen“, erklingt es trotzig neben mir. Langsam drehe ich den Kopf und sehe meine Freundin und Gefährtin, die tapfere Kriegerin Syria neben mir stehen. Wie ich hat sie Angst und ist doch zugleich ebenso entschlossen nicht kampflos unterzugehen. Immerhin trank sie bereits einmal vom Kelch des Todes. Sie weiß, welches Grauen auf uns alle wartet, wenn wir SEIN Reich betreten.

Doch kann es noch schlimmer kommen als jetzt? Unter uns breitet sich ein Bild des Grauens aus. Orgrimmar ist ein Ort der Zerstörung. Riesige Frostwyrme fliegen immer und immer wieder über die Stadt und frieren die Verteidigungswaffen ein. Tapfere Soldaten enden als Eisblöcke im Getümmel, während eine Horde widerlicher Fleischbestien den Rest mit ihren Waffen bedroht. Die Geisel erhebt sich hinter den Monstern, bereit jeden gefallenen Kämpfer in die eigenen Reihen zu holen. Als willenlose halbverfaulte Marionette, wie sie selbst es sind. SEINE Diener. Sie unterstehen SEINEM Willen.

Die Luft ist voll von geisterhaften Stimmen.

Ihr werdet untergehen.

Die Kinder der Horde werden sterben und IHM dienen.

Letztlich dienen alle IHM.

Kommt nach Northend ihr Narren. Der Tod, er wartet schon auf euch.

ER wartet. Frostmourne hungert nach neuen Seelen.

Ich kenne das. Ich habe es bereits einmal gesehen. An einem anderen Ort, in einer wie es mir heute scheint, völlig anderen Welt. Ich dachte das Monster wäre tot und wir nun sicher.

Mein Volk nannte sich einst die Hochelfen. Wir lebten in Quel’Thalas, geschützt durch die magischen Barrieren der Runensteine und mit dem Sonnenbrunnen als Quelle unserer Magie. Doch wir wurden verraten. Von der einen Rasse, der wir am meisten trauten.

Die Menschen, die uns im Krieg gegen die vermaledeiten Amani-Trolle zur Seiten standen, fragten uns um Hilfe, als ein neuer Feind Azeroth bedrohte. Durch ein Portal – geschaffen von einem menschlichen Magier – gelangten die Orks in unsere Welt und hinterließen eine Spur der Zerstörung. Sie griffen die Menschen an und töteten alles, was sich ihnen in den Weg stellte. Das Schlimmste – sie verbündeten sich sogar mit den Trollen! Gemeinsam schafften sie es beinahe, sich ganz Azeroth untertan zu machen. Doch sie waren nur die Vorboten, für das Grauen das folgen sollte.

Unsere ältesten Feinde, jene die uns schon einmal verblendeten, suchten erneut nach Wegen um uns und alles Leben zu vernichten. Sie schickten einen Diener in die Eiswüsten von Northend. Ein junger Königssohn der Menschen ließ sich blenden und folgte dem Ruf des Dieners. Er kam zurück als der schlimmste Alptraum, den diese Welt je gesehen hatte.

Er und seine Armee aus lebendigen Toten verwüsteten Quel’Thalas und Silbermond. Sie töteten jeden Elf der sich ihnen in den Weg stellte und am Ende, nahmen sie uns unser Herz, unsere Seele und die Quelle unserer Magie. Sie zerstörten den Sonnenbrunnen und stürzten unser Volk in tiefe Verzweiflung. Die wenigen Überlebenden rappelten sich schließlich zusammen. Trotzig legten wir unseren alten Namen ab. Die Quel’dorei waren nicht mehr. Es gab nur noch die Sindorei, die Blutelfen.

Und erneut verrieten uns die Menschen. Sie verstießen uns aus ihrer sogenannten Allianz, jagten unseren Anführer durch ein Portal in fremde Welten und verdammten uns damit zum sicheren Tod. Doch erneut überlebten wir. Erneut entstiegen wir der Asche unserer Vergangenheit und schlossen uns den Armeen der Horde an. Selbst als wir erkennen mussten, dass Kael’thas Sunstrider uns verraten hatte, zerbrachen wir nicht. Wir haben überlebt. Ich hatte überlebt.

Meine Familie starb, als der verdammte Königssohn den Sonnenbrunnen zerstörte. Mein Geliebter fand im Kampf gegen die Dämonen den Tod. Und so blieben mir am Ende nur meine Weggefährten und Freunde. Syria die tapfere Kriegerin und Yunera die furchtlose Magierin. Beide gehörten sie einst zu meinem Volk und mussten danach ein weit grausameres Schicksal erdulden.

Gemeinsam bezwangen wir den Verräter, den Eidbrecher und schließlich Kil’Jaeden selbst. Und wir fanden Shattrath, die Zuflucht und eine neue Zugehörigkeit bei den Sehern. Dort waren wir sogar in Frieden mit den Völkern der Allianz vereint. Ein trügerischer Frieden zwar, aber immerhin ein Anfang. Doch dann holte ein Schrecken aus einer vergangen Zeit wieder ein.

Arthas, der einstige Königssohn erhebt sein Haupt aus den verloren geglaubten Ländern von Northend. Einst ein Menethil, dann Nerz’ghuls willenlose Puppe und nun korrumpiert von finsterer, teuflischer Magie. Erneut schickt er seine seelenlose Armee gegen uns. Erneut greift die Geisel in unseren Ländern um sich und versucht die lebenden Völker mit ihrem Gift zu infizieren.

Arthas, das Monster. Arthas der Lichking, der nun danach trachtet alles was wir so mühsam aufbauten zu zerstören.

Doch wir werden es nicht zulassen! Das Volk der Blutelfen, die Völker der Horde, wir alle haben zu hart gekämpft um nun aufzugeben. Die Häfen nach Northend sind offen. Er wartet, also sollten wir kommen.

Mein Name ist Leylayna und ich bin eine der letzten Blutelfen Azeroths. Eine mächtige, kampferprobte Priesterin der Horde. Ich sage, wir ziehen nach Northend und beenden dieses noch offene Kapitel ein für alle mal. Nicht Azeroth wird brennen, sondern Arthas fallen.

Vielleicht werden wir dann endlich finden, was wir so langesuchen: Erlösung

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