Germany’s Next Topmodel: Die Mädchenfalle

(c) pedrojperez MorgueFile

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Gebildete Menschen kennen diese Sendung gar nicht, dass ist Fernsehen für die Unterschicht.“ Gemeint ist mit dieser Aussage die Sendung „Germany’s Next Topmodel“ und sie stammt nicht von mir. Wie vielleicht einige wissen, war kürzlich mal wieder das Finale von Heidis „Models“ und um ehrlich zu sein finde ich den Einleitungssatz nicht unbedingt passend, sondern traurig. Allerdings nicht zugunsten der Sendung. Doch von Anfang an. Weiterlesen

Osama Bin Laden: Ein Massenmörder tötet den anderen

Tja, tot soll er nun sein, erschossen von US-Agenten in Pakistan: Osama bin Laden, der „Terrorfürst“ wie ihn nicht nur die BILD gestern nannte, ist tot. Das Resultat: Feiernde Menschen in den Straßen der USA und dazu die heuchelnden Politiker. „Bin Laden war kein muslimischer Führer, er war ein Massenmörder von Muslimen“, erinnerte Präsident Obama in der Nacht zum Montag an zwei Punkte, die ihn – bei allen sonstigen Unterschieden – mit dem weltweit meistgesuchten Terroristen verbanden. Weiterlesen

Schärfere Anti-Terror-Gesetze oder das Sterben der Freiheit

Als am 11.September 2001 zwei Flugzeuge in die Twin-Towers in New York rauschten, war das nicht nur der Beginn einer nicht enden wollenden Kriegs-Propaganda, sondern auch die Geburtsstunde der sogenannten Anti-Terror-Gesetze. Diese Gesetze sind aber im Grunde nichts weiter als eine massive Verletzung der Bürger- und Freiheitsrechte des Menschen, nur scheint sich dessen niemand bewusst zu sein. Weiterlesen

Weil die Klugen schweigen, regieren die Deppen die Welt

Anders kann man es – betrachtet man unsere derzeitige „Elite“ – doch gar nicht mehr sagen. Im vergangenen Jahr schafften es unsere Politiker auf beispiellose Art und Weise, sich lächerlich zu machen. Allen voran, der „Hoffnungsträger der Politik“ aka. der Betrüger Guttenberg, dich gefolgt von den peinlichen Äußerungen Westerwelles oder auch Rainer Brüderle, der vor der BDI offen zugibt, dass die derzeitige Atompolitik von FDP & CSU nur „Wahlpolitik“ sei. Ein Protokollfehler? Na klar. Bei Guttenberg war auch nur alles ein Versehen.

Die vorläufige Rechnung dieses Debakels kam gestern in Form der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Schwarz-Gelbe Regierung hat dort erst mal ausgedient. Was man eigentlich als Erfolg feiern sollte, entwickelt leider unter Betrachtung der Realität schnell einen faden Beigeschmack. Weder Merkel noch Westerwelle werden deshalb fallen – schlicht und ergreifend aus dem Grund, dass es keine Alternativen gibt.

In der eigenen Partei hat Angela Merkel schön säuberlich potentielle Widersacher aussortiert und kaltgestellt. Der einzige der bei der FDP schwankt und wackelt ist der mittlerweile mehr als peinliche Westerwelle, aber letzendendes bleibt der auch nur ein Bauer auf dem Spielfeld der Politik, mit Merkel als unangefochtener Königin. Die immer lauter werdenden Stimmen gegen ihre Person ignoriert Merkel geflissentlich – und sie kann es sich ja auch leisten. Wen kümmert schon der intellektuelle Pöbel, wenn Millionen BILD-Leser und sämtliche Lobbies hinter einem stehen? Richtig, niemanden.

Alles nur die Hirngespinste? Eine kleine Auswahl der Patzer unserer derzeitigen Regierung allein beim Thema Lobbyismus:

Aber hey, das ist doch alles schon Monate alt – da hat Frau Merkel einfach mal erklärt „Wir sind kein Lobby-Verein„, BILD applaudierte und schon war das Thema vom Tisch. Und so gehen die Deutschen immer noch an die Wahlurnen und wählen die CSU, Hirn aus, Kreuzchen rein und gut. Wenigstens hat die FDP dieses Mal eine ordentliche Klatsche bekommen.

Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für ein nicht-schwarzes Deutschland.

Libyen: Der Krieg der Heuchler

Wie in Ägypten, ist es auch in Libyen schwer, nicht für einen Bombeneinsatz zu sein. Zumindest, solange man die wichtigen Fakten dieser Geschichte ignoriert. Im SPIEGEL findet sich heute der Artikel „Gaddafi darf nicht gewinnen“ mit dem schönen Untertitel „Menschenrechte sind wichtiger als Frieden“. Das klingt doch super oder? Die Alliierten springen den verzweifelten Aufständischen im Kampf gegen das Monster Gaddafi zur Seite. Was dabei leider unerwähnt bleibt, sind ein paar entscheidende Fakten.

Gaddafi und Sarkozy
In einem Interview mit dem TV-Sender EuroNews drohte Saif al-Islam, einer der Söhne von Muammar al-Gaddafi damit, pikante Details über die Finanzierung des Wahlkampfs des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zu veröffentlichen: „Wir haben alle Details und sind bereit, sie publik zu machen. Sarkozy muss das Geld zurückzahlen, das Libyen ihm zur Finanzierung seines Wahlkampfes gegeben hat. Wir haben seinen Wahlkampf finanziert…Das erste, was wir von diesem Clown wollen, ist also, dass er dem libyschen Volk das Geld zurückgibt“.

Überhaupt scheint Sarkozy weniger von der Verletzung der Menschenrechte in Libyen motiviert, als von der eigenen Situation. Denn der Präsident verliert rapide Sympathien – er gilt bereits als einer der unpopulärsten Präsidenten Frankreichs. Ein Jahr vor der Präsidentenwahl erhält in Umfragen weniger als 30 Prozent Zustimmung und liegt damit sogar hinter Marine Le Pen, Chefin der rechtsextremen Front National und sozialistischen Parteien. Kurz, es sieht nicht gut aus für Sarkozy. Die verzweifelte Inszenierung als Beschützer und Führer der freien Welt, soll ihm nun in Punkte bringen.

Der Krieg gegen den Frieden
Es wurde Gaddafi mehrfach vorgeworfen, er zeige sich uneinsichtig und gewalttätig gegenüber den Aufständischen. Zudem sei der von Gaddafi angekündigte Waffenstillstand laut US-Präsident Barack Obama „eine Lüge und wurde unmittelbar gebrochen.Tatsache ist aber, dass das am 19. März 2011 bei Bengasi abgeschossene Flugzeug, gar nicht zum Arsenal von Gaddafi gehörte. Es war eine Maschine der Aufständischen, das bestätigte laut Focus auch ein Rebellenführer. Bei dem Flugzeug handelte es sich um einen Mirage-Jet aus französischer Produktion.

Gerade dieses abgeschossene – tatsächlich abgestürzte – Kampfflugzeug wurde aber als Begründung für einen Verstoß des von Gaddafi zugesagten Waffenstillstands genannt. Zudem lehnten die USA sämtliche Angebote Gaddafis, internationale Beobachter ins Land reisen zu lassen, direkt ab. Es scheint, als würde sich die Geschichte abermals wiederholen – nur dieses Mal schickt man nicht erst pro forma ein paar Inspektoren ins Land, sondern ballert sofort drauf los. Was mich auch zum nächsten Punkt bringt.

Die Menschrechte mit toten Zivilisten schützen
Nachdem die Bombardierung aufgrund einer Lüge beschlossen war, ging es auch gleich daran, mit Bomben die Menschenrechte zu schützen. Und wie tut man das am besten? Richtig, man bombardiert medizinische Einrichtungen, Brücken, Straßen und die Privatresidenz des Diktators. Hört sich das für irgendjemand nicht auch ein wenig falsch an? Laut Angaben des libyschen Staatsfernsehens, kamen bei den ersten Angriffen rund 64 Zivilpersonen ums Leben, rund 150 wurden verletzt. Daraufhin äußerte unter anderem die Arabische Liga Kritik an dem Militäreinsatz. „Wir wollen Schutz der Zivilbevölkerung, nicht ihren Beschuss“, so Generalsekretär Amr Musa.

Die Frage die sich mir persönlich hier immer wieder stellt: Ist es nun besser von einer amerikanischen/französischen/britischen Bombe ins Jenseits befördert zu werden, statt von einer libyschen Kugel? Ich glaube nicht. Menschenrechte schützen, indem man Zivilpersonen tötet, dass kann niemals richtig sein.

Ich möchte abschließend noch sagen, dass ich diesen Artikel nicht „Pro Gaddafi“ geschrieben habe, denn dass der Mann abgesetzt gehört, ist denke ich unbestritten. Die Mittel mit denen es umgesetzt wird – nämlich auf Kosten derer, die man angeblich ja schützen wolle – das kritisiere ich massiv.

Guttbye – Ein (vorläufiger) Nachruf auf einen Betrüger

Ja, ich weiß, die ganze Geschichte ist nun schon so dermaßen mega, wahnsinnig, absolut und total breitgetreten worden, dass es sich eigentlich nicht mehr lohnt, irgendwas dazu zu sagen.

Madam Merkel spricht ja bereits wieder von einem Comeback des Kopierers, im Grunde war eh die Uni in Bayreuth schuld und endlich mal konnte sich der SPIEGEL gegen die verblödete BILD-Leserschaft und ihre Macher durchsetzen. Die laufen jetzt dafür auf Facebook Sturm, damit ihr „Gutti“ wieder zurückkommt. Weiterlesen

„Hohe“ Satirekunst auf Spiegel.de

Aufgrund der aktuellen Debatte lies man sich zu folgender „Satire“ hinreißen:

Aus aktuellem Anlass10 Gründe, warum der Kommunismus schlecht für uns wäre

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. So müssten wir alle leben, ginge es nach der LINKEN. (Quelle: Spiegel.de)

  1. Eine kleine Kaste von Bonzen hätte das ganze Geld.
  2. Die Züge wären überfüllt, schmutzig, unpünktlich oder fielen aus.
  3. Es würde sinnloser Quatsch produziert, den kein Mensch braucht (Rasierapparate mit 5 Klingen, Bücher, für die man Strom braucht usw.).
  4. Die Arbeiter wären die Angeschmierten und müssten das Maul halten.
  5. Schon die Kinder würden erbarmungslos indoktriniert, und wer aus dem falschen Elternhaus käme, hätte keine Chance.
  6. Die Umwelt wäre im Eimer.
  7. Das Fernsehen wäre sterbenslangweilig und hauptsächlich dazu da, die Leute ruhigzustellen.
  8. Die akademische Freiheit stünde bloß auf dem Papier, auf den Unis würde nur gepaukt und nicht studiert.
  9. An die Spitze des Staates gelangten zuverlässig die Machtgierigen, Anpasser und Unfähigen.
  10. In den Zeitungen stünden nur Lügen und Unsinn („So wird bei Hartz IV abgezockt„, „Bühne frei für die Superhandys„). Danke an dieser Stelle für die herrliche Selbstironie lieber Spiegel.

Um den wahren Hintergrund dieser Aussagen zu unterstreichen, habe ich ein paar Links eingefügt. Man muss den Spiegel nicht mögen, um hier ein wenig ins Grübeln zu kommen.