Die Menschen…

(c) MorgueFile

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…fürchten sich am meisten vor sich selbst.
Sie fürchten ihre eigene Realität und am meisten, ihre Gefühle.
Sie reden immer wieder darüber, wie großartig Liebe sei.
Aber das ist Blödsinn.
Liebe tut weh. Gefühle sind verstörend.
Man bringt den Menschen bei, Schmerz sei böse und gefährlich.
Aber wie sollen Sie mit der Liebe klar kommen, wenn sie Angst davor haben, zu fühlen?
Schmerz rüttelt uns wach.
Die Menschen versuchen ihren Schmerz zu verstecken.
Aber sie irren sich.
Schmerz ist etwas, dass du wie ein Radio mit dir herumträgst.
Wenn du Schmerz erfährst, fühlst du deine Stärke.
Es kommt nur darauf an, wie du damit umgehst.
Nur das zählt.
Schmerz bedeutet Gefühl.
Und deine Gefühle sind ein Teil von dir.
Deine eigene Realität.
Wenn du dich für deine Gefühle schämst, sie versteckst,
dann lässt du zu, dass die Gesellschaft deine Realiät zerstört.

Kämpfe für dein Recht, Schmerz zu fühlen.

– Jim Morrison –

Wahre Freunde fehlen ein Leben lang

(c) Cepolina

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Was für eine dumme Kuh. Der erste wirkliche Gedanke, den ich mit dir verbinde. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich aus dem McDonald’s rausgekommen bin und du einfach gegangen warst. Du warst das letzte i-Tüpfelchen auf einem ohnehin schon völlig verkorksten Tag. Und dennoch, irgendwie haben wir diesen schlechten Start überwunden und noch Jahre später herzlich darüber gelacht. Weiterlesen

Die Geister im Herzen

(c) Cepolina

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Es ist seltsam, wie die Gedanken immer wieder an längst vergangene Orte zurückwandern. Zurück in Zeiten, in denen man glaubt noch eine Wahl gehabt zu haben. Und stünde ich heute wieder an derselben Stelle, würde ich anders entscheiden? Würde ich den Mut haben, die Dinge auszusprechen, die ich heute noch manchmal zu ihnen sage? Zu den Gesichtern jener, die mal meine besten Freunde oder großen Lieben hätten sein können und letztendlich zu bitteren Enttäuschungen wurden. Weiterlesen

Der verlorene Liebende

(c) cepolina.com

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Ich könnte sagen, der Tag war schön. Die Sonne schien, der Himmel war blau und ein leichter Wind strich durch die Blätter. Und überall, wohin man blickte, da schienen alle so glücklich.

Leider habe ich vergessen welcher Tag es war. Ich weiß nicht einmal genau, welchen Tag wir heute haben. Die Zeit sie streicht einfach nur vorbei und so gerieten die Tage in Vergessenheit. In meinem Herzen und meinem Denken existiert nur noch die Kälte, mit der das Lachen gefror. Ich habe vergessen, was Zeit ist.

Ich könnte dir von all den 1.000 Gefühlen in mir erzählen. Von Glück und Liebe, aber auch von Einsamkeit und Hass. All die Lügen und Halbwahrheiten mit denen ich mich umgebe, sie würden dich täuschen. Ebenso wie ich gerne glaube, das Lachen klänge tatsächlich beinahe glücklich.

(c) cepolina.com

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Leider könnte ich dir aber keines dieser Gefühle wirklich beschreiben. Denn jenseits der Lügen ist alles nur taub und kalt. Jedes bewusste Gefühl liegt buchstäblich auf Eis, zurück blieb nur der Schmerz. Er bleibt die einzige Gewissheit, dass ich noch lebe, denn er durchdringt die Kälte. Wie sich das Leben ohne ihn anfühlte, dass habe ich mittlerweile erfolgreich verdrängt.

 

Ich könnte dir noch soviel mehr über mich und von mir erzählen. Wahrscheinlich wäre auch jedes weitere Wort gelogen, ohne das es dir jemals auffallen würde. Tatsache ist, ich habe aufgehört zu leben, in der Sekunde in der ich begann wirklich zu lieben. Und das obwohl ich von Anfang an wusste, dass ich nur verlieren konnte. In der Erwartung der Katastrophe traf sie schließlich ein und ließ mich taub und blind zurück.

Wusstest du, dass die Wahrheit immer in den Worten liegt die unausgesprochen bleiben? Vielleicht erinnerst du dich ja irgendwann einmal daran.

(2001)

Das Märchen von der Hoffnung

Am Ende aller Dinge, was stirbt zuletzt?

(c) Cepolina

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Die Liebe verließ uns bereits zusammen mit dem Gewissen, als die Wut überhandnahm. Mit der Wut kam der Hass und beide versprachen, dass nun alles besser würde. Bis der Schmerz einsetzte und alles andere vertrieb. Den Schmerz verloren wir letztendlich auch und zurück blieb die Leere. Ein Vakuum in dem wir bis zum Ende hinvegetierten, um die Fragen im Inneren zum Schweigen zu bringen. Weiterlesen