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ALL THE LONELY PEOPLE

Loneliness is painful. More than that it is devastating. You don’t have to be alone to be lonely, but I thought sharing an experience with strangers might feel less lonely. It doesn’t. I think there is nothing lonelier than standing in the middle of a partying crowd, alone. But I did it anyway to see if I could.

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I just came to listen to the music. To see one of my favorite bands, a band I’ve wanted to see for a long time. But despite all this people around me – happy people, slightly drunk people, people enjoying the show – it is still just me. All alone in a faceless crowd, and in that moment, I feel so alone I want to cry. I don’t. Instead I throw myself into the music, into the energy of those around me. I sing, I cheer and occasionally I even jump in the air. Doing that I almost fool myself into thinking I am okay.

Once upon a time things were different

But part of me is still looking at all those people around me – friends, partners, families. It seems like everyone came with someone else. Everyone, except me. I used to have people who would go to a concert with me at some point in my life. But then life happened, and we all drifted in different directions. Now we occasionally talk or visit each other, but mostly everyone is busy with their own lives.

Distraction is not the answer

I wish I had a life to be busy with and no, I am not talking about work. I am plenty busy with my work but that’s not life, it’s just distraction. And it seems my life only consists of distractions. Now I sound bitter, but I actually am not. What I am though, is sad. There seems to be a well of sadness inside me that just keeps growing with every day. It’s even there when I am having a blast listening to one of my favorite bands, cheering and (kind of) dancing. It’s always there and it has reached a point where it starts to scare me.

People told me I “need to work on my attitude” and I “should stop feeling sorry for myself”. And I really wish it were that easy. Just think positive and all that stuff. But the truth is, I am nearing a breaking point and I have no clue what’s going to happen once I reach it. That used to scare me, but it doesn’t anymore, though I know it should. Maybe it’s true that you need to reach rock bottom to get back up.

It seems even we lone people are never alone

So, I am standing in the middle of a cheering crowd, feeling sorry for myself. And that’s when I see them. The guy standing a few meters to the left who also is completely alone. And the girl at the exit, dancing all by herself. It seems we lone people are never truly alone. We just don’t come in groups. I don’t know the story of those two. Maybe they just don’t have any friends who like Metal. Maybe they were supposed to come with a friend, but that friend got sick at the last minute. Or maybe, they are just as lonely as me.

If I were someone else but me, I might be able to approach that guy or that girl. Unfortunately for all of us, I am me, and therefore I can’t. I know, it could probably be all so simple. Just smile, just be brave, just…take a risk. Problem is, I can’t. And I really mean it. I can’t. Me and humans usually don’t really work, as you can see clearly by me standing alone in a rock concert, feeling sorry for herself. I am not a nice person and the more you get to know me, the messier things get. But still…I wish things could be different. And maybe that means that there is hope yet.

***

ALL DIESE EINSAMEN MENSCHEN

Es gibt wohl nichts, dass einsamer ist, als mitten in einer feiernden Menschenmenge zu stehen und dennoch komplett alleine zu sein. Ich bin alleine hier. Ich bin nur für die Musik hier. Ich bin hier, um eine meiner absoluten Lieblingsbands live zu erleben – etwas, dass ich schon seit Jahren will. Aber ich bin alleine. Alleine in einer gesichtslosen Menschenmenge voller jubelnder Leute.

Ich weiß, diese Art von Denken hilft nicht. Und ehrlich, es ist nicht so, als stünde ich hier und betrauerte mich selbst. Tatsächlich singe ich die Lyrics mit, springe und werfe meine Hände nach oben. Aber ein Teil von mir sieht nur all die glücklichen Leute um mich herum. Jeder scheint mit jemand anderem hier zu sein – mit Freunden, mit dem Partner oder der Familie. Jeder außer mir. Es gab eine Zeit in der ich auch Leute hatte, die mit mir auf ein Konzert gegangen wären. Aber dann kam das Leben dazwischen und zog uns alle in unterschiedliche Richtungen. Heute sprechen wir noch ab und an miteinander und treffen uns manchmal, aber die meiste Zeit über ist jeder von mit seinem eigenen Leben beschäftigt.

Ich wünschte, ich hätte ein Leben, das mich beschäftigt. Und nein, ich rede nicht von der Arbeit. Meine Arbeit hält mich ziemlich auf Trab, aber das ist nicht Leben, sondern nur Ablenkung. Und mir kommt es so vor, als bestünde mein ganzes Leben nur aus Ablenkungen. Ja, jetzt klinge ich verbittert, aber das stimmt eigentlich nicht. Was ich bin, ist traurig. Mir kommt es vor, als wäre da ein Brunnen voller Traurigkeit in mir, der mit jedem Tag ein bisschen weiter wächst. Er ist sogar dann präsent, wenn ich tanzend und jubelnd einer meiner Lieblingsbands zuhöre. Diese Dauerpräsenz hat mittlerweile einen Punkt erreicht, der mir Angst machen sollte.

Im letzten Jahr haben mir verschiedene Leute ihre Weisheiten angedeihen lassen. Ich „solle meine Einstellung ändern“ oder „aufhören, mich selbst zu bemitleiden“. Und ehrlich, ich wünschte es wäre so einfach. Einfach positiv denken und all das. Doch die Wahrheit ist, dass ich langsam aber sicher an meine Grenzen stoße und ich habe keine Ahnung was passiert, wenn ich sie überschreite. Das hat mir einmal Angst gemacht, mittlerweile nicht mehr. Vielleicht stimmt es, dass man erst den absoluten Tiefpunkt erreichen muss, bevor man sich wieder aufrappeln kann.

Und so stehe ich hier also – mitten in einer jubelnden Menschenmenge und bedauere mich selbst. Als ob das noch nicht erbärmlich genug wäre, kann ich den Typ ein paar Meter links von mir sehen, der ebenfalls komplett alleine ist. Genau wie die Frau am Ausgang, die sich ganz alleine zur Musik wiegt. Wie es scheint, sind selbst wir Einzelgänger niemals wirklich allein. Wir kommen nur nicht Gruppen. Natürlich, ich habe keine Ahnung, warum die zwei alleine hier sind. Vielleicht haben sie einfach keine Freunde die Metal hören oder ihr Kumpel, mit dem sie eigentlich kommen wollten, wurde in letzter Minute krank. Vielleicht aber, sind sie genauso einsam wie ich.

Wenn ich jemand anderes als ich selbst sein könnte, würde ich vielleicht auf den Typ oder die Frau zugehen. Leider bin ich niemand anderes, sondern ich, deshalb wird daraus nichts. Ich weiß, es könnte alles so einfach sein. Einfach lächeln. Einfach mal mutig sein. Einfach mal ein Risiko eingehen. Leider kann ich all das nicht. Und das meine ich ernst, ich kann nicht. Ich und die Menschen, wir kommen in der Regel nicht allzu gut miteinander klar – wie man schon daran sieht, dass ich komplett alleine auf einem Konzert stehe und mich selbst betrauere. Ich bin kein sonderlich netter Mensch und je besser man mich kennen lernt, desto komplizierter wird es. Trotzdem, ich wünschte die Dinge stünden anders. Und vielleicht bedeutet das, dass es noch Hoffnung für mich gibt.

2 Kommentare

  1. Ich kenne das Gefühl auch unter Menschen einsam zu sein. Aber dieses Gefühl suchen wir uns nicht aus. Wir sind nicht freiwillig traurig und wir versinken auch nicht in Selbstmitleid, zumindest nicht grundlos. Ich kenne die Vorwürfe, die man sich selbst macht und ich kenne auch die schlauen Ratschläge der anderen… letztendlich kann man aber niemanden Vorwürfe machen der krank ist. Und wenn man sich ständig traurig und alleine fühlt, dann ist meistens mit der Psyche etwas nicht in Ordnung. Das sollten andere und auch man selbst Nachsicht haben und nicht zu viel von sich verlangen. Du kannst eben nicht einfach auf andere Leute zugehen, das ist dann eben so. Aber vielleicht kannst Du Wege finden die für dich in Ordnung sind, z.b. beim nächsten Mal über das Internet eine Begleitung suchen.
    Ich wünsche dir alles Gute

    1. Das Problem ist, dass niemand dem es nicht mal ähnlich ging, versteht das wirklich depressiv sein mehr ist als „ein bisschen traurig sein“. Und das weder Medikamente noch ein Therapeut ein Wundermittel sind. Ich habe schon mein ganzes Leben Probleme mit Menschen, meine jetzige Situation verstärkt es nur.

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