VERSAGER

Wenn ich einmal groß bin…wenn ich einmal mit der Uni fertig bin…wenn ich endlich einmal einen echten Job habe…wenn ich einmal Urlaub habe… Wenn ich einmal – ja, wenn ich nur mal anfangen würde, dann würde sicher auch alles irgendwie gut.
>>> ENGLISH VERSION BELOW

Das Leben besteht aus Chancen, aus Möglichkeiten und das jeden Tag. Jeder Augenblick könnte der Moment sein, in dem sich alles ändert – zum Guten wie zum Schlechten – aber man muss ihn ergreifen. Man muss etwas daraus machen. Andernfalls steht man nur da und dreht sich immer wieder um sich selbst.

Ich sage mir immer, dass sich alles irgendwann ändern muss und das es wenn schon nicht besser, dann zumindest erträglicher wird. Alles was ich dafür tun müsste, ist anzufangen – mit irgendwas. Es wäre so einfach, so logisch, so sinnvoll. Doch statt endlich zu beginnen, sitze ich vor einem leeren Blatt Papier ohne auch nur eine einzige Idee. Ich wünschte ich könnte sagen es handelt sich nur um eine Phase, aber so geht das schon mein ganzes Leben.

Es ist nicht so, dass ich nichts tue. Ich schreibe ja gerade etwas. Manchmal zeichne ich auch etwas. Und manchmal habe ich sogar eine halbwegs sinnvolle Idee. Aber ich weiß nicht womit ich anfangen soll oder wo, also bleibt all das „wichtige“ Zeug in meinem Kopf, ohne seinen Weg auf das leere Blatt Papier zu finden. Und vielleicht wäre das alles sogar irgendwie okay – immerhin habe ich ja auch einen sinnvollen Job –  wenn es nicht so weh tun würde.

Es gibt Menschen – vielleicht sind sogar die meisten Menschen so – die zwar nicht glücklich, aber doch irgendwie zufrieden sind. Die nicht wirklich mehr wollen als das, was sie kennen. Denen das Unbekannte Angst macht und die in der Routine einen Sinn finden. Ich bin nicht so, auch wenn ich mir oft wünschte, ich wäre es. Denn ich will mehr – nur was genau, das weiß ich nicht.

Alltag, Routine und Bekanntes sind für mich ein Gefängnis – eine Mauer, eine Kette die mich an den Boden fesselt. Alles was ich will ist alles was ich nicht haben kann. Nicht tun kann. Nicht sein kann. Weil ich vernünftig sein muss. Wenn ich nur…wenn ich nur einfach loslassen und all das hinter mir lassen könnte…vielleicht wäre mein Geist dann endlich frei.

***

FAILURE

Once I am grown up…once I am finished with university…once I finally got a real job…once I have some time off…once…well if I could just once start with something, everything would get better.

Every day, life consists of chances, of possibilities – every moment could be the one that changes everything. For better or for worse. But you got to grab it. You got to make something out of it. Otherwise you will just be standing in the same spot revolving around yourself.

I keep telling myself that everything has to change one day, and if not for the better than at least for something more bearable. All I would have to do is start – something. Anything. It would be so easy, so logical, so meaningful. But instead of beginning I just sit in front of an empty piece of paper with no idea whatsoever. I wish I could say that this is just a phase. But to be honest, it has been this way my whole life.

It’s not like I am doing nothing. After all I am writing something right now. Sometimes I also draw something. And sometimes I even have some kind of a half decent idea. But I don’t know where to start nor how and so all the “important” stuff stays inside my head without ever finding its way to the empty paper in front of me. And maybe this would all be somehow okay – after all I do have a “real” job – if it would not hurt so damn much.

There are people – maybe even most people – that are not really happy but somehow content. That don’t really want much more than what they know. That fear the unknown and find meaning in routine. I am not like this even though I sometimes wish I were. Because I want so much more – I just don’t know exactly what it is that I want.

Everyday life, routine, familiar surroundings feel like a prison to me – a wall, a chain that keeps me shackled to the ground. All I want is everything I can’t have. Can’t do. Can’t be. Because I need to be reasonable. If only I could…just let go and leave everything behind…maybe then my spirit could roam free.

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