Wer ich sein könnte / Who I might be

questionmark, Fragezeichen, meaning of life, Sinn des LebensDas Leben könnte so einfach sein, wenn man nur endlich mal aufhören würde darüber nachzudenken. Es gibt so viele Menschen, die nie irgendetwas in Frage stellen. Die nicht weiter über die Welt nachdenken und ihr Dasein als gegeben hinnehmen. Katharina gehört nicht zu diesen Menschen.
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Katharina stellt ständig alles in Frage – ihr Leben, jede Entscheidung die sie bisher getroffen hat und vor allem den Sinn in all dem Unsinn, den wir Leben nennen. Sei du selbst heißt es überall – und Katharina würde am liebsten schreien: „Ja verdammt, das würde ich gerne! Aber ich habe keine Ahnung wer ich bin.“ Sie weiß nur, wer sie nicht sein will. Und wer sie gerne wäre. In einem anderen Leben.

Sei mutig oder tu zumindest so

Katharina macht einen Job den sie eigentlich ganz gut findet – er zahlt die Miete und gewährt ihr ein gewisses Maß an Freiheit. Und sie weiß auch, dass sie eigentlich zufrieden sein sollte. Nur leider schreit Katharinas Herz nach etwas ganz Anderen, viel Gefährlicheren und die Tatsache, dass sich einfach nicht traut, frisst sie langsam auf. Künstler sein erfordert Mut – mehr Mut offenbar, als Katharina aufbringen kann.

Sei vernünftig oder lüge wenigstens gut

Katharina weiß, dass sie gerne mehr Mut hätte. Gerne jemand wäre, der nicht ständig an sich zweifelt. Jemand, der die Welt mit seiner Kunst verändert und nicht brav von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr im Büro sitzt und dann abends Zeichnungen in ein Skizzenbuch kritzelt, das nie jemand zu sehen bekommt. Was sie tut, ist vernünftig – das Lieblingswort ihres Vaters. Leider will Katharina nur eigentlich überhaupt nicht vernünftig sein.

Trau dich mehr zu sein oder akzeptier es einfach

Die Menschen die um Katharina herum leben, scheinen diese Probleme nicht zu kennen. Klar, ihre Kollegen und Freunde jammern auch über die Arbeit – aber was muss das muss eben. Niemand scheint dieses „Müssen“ in Frage zu stellen. Niemand scheint überhaupt irgendwas zu hinterfragen. Katharina wünschte, sie könnte auch so sein – einfach sein, ohne Bedauern, ohne Sehnsucht nach mehr. Aber leider will sie eben mehr. So viel mehr – nur von was, da ist sie nicht ganz sicher.

Sei du selbst oder lass es dich zerstören

Wer bin ich eigentlich, fragt Katharina ihr Spiegelbild. Warum kann ich nicht aufhören zu träumen? Warum kann ich nicht zufrieden sein? Doch das Spiegelbild bleibt stumm und starrt trotzig zurück. Sei du selbst – verfolge deine Ziele. Die Werbesprüche die uns jeden Tag verfolgen. Doch Katharina weiß nicht wer sie ist oder welche Ziele sie hat. Nur dass sie gerne ein anderes Leben, an einem anderen Ort hätte. Wo, das weiß sie nicht. Nur weit fort von hier.

Die Frage nach dem Sinn in alle dem Unsinn ist es, die Katharina den Schlaf raubt. Die Frage nach dem warum, dem wohin und dem wieso. Und es gibt keine Antworten, nur immer mehr Fragen. Immer mehr schlaflose Nächte, immer mehr Dinge, die sie eigentlich nicht tun will aber doch irgendwie muss. Warum nur, ist es so schwer, vernünftig zu sein?


Life could be so easy, if you just stopped thinking too much about it. So many people seem to be able to do that – never question anything, never think about the world and take their being as granted. Katharina isn’t one of those people.

Katharina keeps constantly questioning everything: Her life, every decision she ever made and most of all the meaning behind all this nonsense we call life. Be yourself, they tell you everywhere – it just makes Katharina want to yell: “Yes damn it, I would like to do that! But I have no clue who the fuck I am.” She only knows who she doesn’t want to be. And who she would like to be – in another life maybe.

Be brave or pretend

Katharina has a job she kind of likes – it pays the bills and allows her a bit of freedom. And she knows that she should be content with that. Unfortunately, Katharinas heart has other plans, wants something else, something far more dangerous and the fact that she doesn’t have the courage for it is slowly eating her up from the inside. Being an artist requires courage – more courage it seems, than Katharina can muster.

Be reasonable or lie

Katharina knows that she would like to have more courage. She would like to be someone who isn’t constantly doubting herself. Someone who changes the world with her art instead of working in an office from 8am to 6pm from Monday to Friday, and then go home to make drawings into a sketch pad that no one ever sees. What she is doing is reasonable – one of her fathers’ favourite words. Unfortunately, Katharina really does not want to be reasonable at all.

Dare to be more or just accept it

The people around Katharina do not seem to know those kind of problems. Of course her colleagues and friends complain about work – but it’s something you have to do, they say. Nobody seems to questions this. Nobody ever seems to question everything. Katharina wishes she could be like that sometimes – just be, without regrets, without longing for more. But she does want more. So much more – just what exactly she is longing for, she doesn’t know.

Be yourself or let it destroy you

Who am I, Katharina asks her reflection in the mirror. Why can I not stop dreaming? Why can I not be content? But her reflection remains silent and just stares back defiantly. Be yourself, have an agenda. Those adverts keep following us every day. But Katharina knows neither who she is nor what her agenda might be. She only knows that she would really like to live another life somewhere else. Where exactly she isn’t sure. Just far away from here.

The question of the meaning in all this nonsense that is her life keeps Katharina up every night. The question of why, where and how come. And there are no answers, just more questions. More sleepless nights, and more and more things that she actually doesn’t want to do but somehow has to. Why is being reasonable so damn hard?

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