Schweden. Eine Liebeserklärung / Sweden. A declaration of love

Tjörn, SchwedenReisen ist die Sehnsucht nach dem Leben, heißt es so schön. Vielleicht stimmt das sogar – wenn man damit die Sehnsucht nach einem Leben meint, das nicht das eigene ist. Die Suche nach dem Leben, das man lieber leben würde als das, das man gerade lebt. In meinem Fall ist wohl keine Wanderlust, sondern die Suche nach einem Zuhause.
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Theodore Fontane sagt einst, dass erst die Reise uns lehrt, was wir an der Heimat haben. In meinem Fall ist es genau umgekehrt. Jede Reise zeigt mir, wie dringend ich weg muss von hier. Jedes Heimkommen fühlt sich wie die Rückkehr in eine Gefängniszelle an. Zurück in die Mauern und die Enge eines Lebens, das ich nicht leben will. In einem Land, in dem ich nicht sein will. Mein Herz bleibt immer in der Ferne. Irgendwo zwischen den steinigen Küsten, endlosen Wäldern, atemberaubenden Seen und natürlich den Elchen. Irgendwo in Schweden.

Wundervolles Schweden

Eigentlich wollte ich einen Reisebericht schreiben. Darüber, wie viel Freiheit man fühlt, wenn man einem felsigen Hügel auf der Insel Tjörn sitzt und auf das Meer hinausblickt. Davon, dass sich ein Spaziergang am Vänern eigentlich nicht von einem Spaziergang am Meer unterscheidet und natürlich über das deutsche Stereotyp einer Elchsichtung, selbst wenn sich besagter Elch in einem eigens für ihn errichteten Park befindet. Aber diese Schwedenreise ist nicht so wie die letzte, in der ich alles alleine erlebte und daher kann ich sie nicht wirklich teilen. Diese Erinnerungen gehören mir und nur mir allein.

Nach Hause

„Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen und die Heimat, nach der wir wandern.“ Noch ein Zitat über das Reisen, dieses Mal von Heinrich Jung-Stilling und obwohl ich (Schande über mich) nicht wirklich weiß wer der Mann war, trifft seine Aussage es doch am besten. Wir alle wandern doch durch unser Leben auf der Suche nach einem Zuhause. Einer Heimat. Egal ob es sich dabei um einen Ort, ein Land oder einen Menschen handelt.

Ein neues Leben, bald

Ich habe mein Zuhause noch nicht gefunden aber, wenn ich auch nicht weiß, wohin genau die Reise geht, so weiß ich doch eines ganz genau: Ich kann nicht hierbleiben. Nicht in diesem Land und nicht in diesem Leben. Ich habe mein Herz vor langer Zeit an dich verloren, Schweden. Ich kann nur hoffen du wartest noch ein klein wenig länger auf mich.


Traveling is the longing for life, they say. Maybe that is true. If you refer to the longing for a life that is not your own. The search for a life that you would much rather live than the one you’re stuck in right now. In my case it’s not wanderlust but the search for a place to call home.

The German author Theodore Fontane once said that only traveling teaches us to appreciate our home. In my case it’s the reverse: Every journey I take makes me realize how much I really need to leave this place. Every time I come home it feels like returning to a prison cell. Back into the walls and the limits of my current life. Back into a life I don’t want to live. In a country I don’t want to be in. My heart always remains in the distance. Somewhere between the stony coasts, endless forests, breath-taking lakes and of course moose. Somewhere in Sweden.

Beautiful Sweden

I actually wanted to write a traveling-post. Wanted to tell you about the feeling of freedom you get when sitting on the stony hills of the island Tjörn, starring out at the ocean. About a stroll along the huge lake Vänern, that feels like walking around the beach. And of course about the stereotype reaction of a German seeing moose – even if it “only” happening in an actual moose park. But my journey to Sweden was different than last time, because I was not alone and therefor I feel I can’t share it. Those memories I want to keep for myself.

Finding home

“Two of the most beautiful things in life is the home you come from and the home you’re wandering towards.” This quote is from Heinrich Jung-Stilling – and even though I have no clue (shame on me, I know) who that guy is, it remains to be the most accurate one. We all wander through our lives, trying to find a home. Whether this means a place, a country or a person.

A new life, soon

I have not found my home yet. But even though I have no clue where this journey might take me, I do know one thing for sure: I can’t stay here. Not in this country and not in this life. I gave my heart to you a long time ago, Sweden. I can only hope you will be waiting a tiny bit longer for me to finally collect it.

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