An der Grenze / On the edge

An der GrenzeVeronika gehört zu den Menschen, die sich nie irren. Selbst wenn sie sich mal irrt, hat sie dennoch immer Recht. In ihrer Welt gibt es nur eine richtige Wahrnehmung und das ist ihre eigene. Dadurch hat man als Außenstehender nur zwei Möglichkeiten: Entweder bist du für Veronika – oder gegen sie.
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In Veronikas Welt gibt es stets nur eine richtige Meinung und das ist ihre eigene. Selbst wenn diese Meinung auf falschen oder schlicht erfundenen Fakten basiert. Ihre Welt besteht nur aus schwarz oder weiß und Veronika käme nie auf die Idee, dieses Verhalten zu hinterfragen. Jeder der sie darauf hinweist, hat automatisch Unrecht oder will ihr etwas Böses. Veronika denkt über dieses Weltbild auch nicht weiter nach und da sie niemanden in ihrem Leben duldet, der sich nicht ihrer Meinung fügt, hat sie auch niemanden, der ihr widerspricht.

Ein bisschen weniger vom Guten

Veronikas Leben ist nicht sehr einfach – ihr Mann arbeitet zu viel. Ihr Kind macht viel Arbeit. Ihre Freunde verstehen sie immer wieder falsch und überhaupt hat sie von allem irgendwie zu wenig. Zu wenig Zeit, zu wenig Verständnis seitens ihrer Mitmenschen, zu wenig Zuwendung und zu wenig Geld. Ständig enttäuscht sie jemand, weil er nicht ihrer Vorstellung entspricht. Ständig kommt eine neue Katastrophe dazu. Und irgendwie will auch niemand Veronika so recht verstehen, nicht einmal ihre eigene kleine Familie.

Ein bisschen zu viel vom Schlechten

Veronika möchte doch eigentlich nur glücklich sein. Will so akzeptiert werden wie sie nun mal ist, auch wenn sie selbst nicht akzeptieren kann, wenn jemand die Dinge anders sieht als sie selbst. Das liegt vor allem daran, dass sie die Welt der anderen Menschen nicht versteht. Nicht begreift, warum niemand sieht was für sie so eindeutig ist: Dass alle es auf sie abgesehen haben, während sie nur versucht glücklich zu sein. Dass alle sie enttäuschen, während sie alles gibt für alle anderen.

Ein hartes Leben

Das Leben meint es nicht gut mit Veronika, denn es enttäuscht sie immer wieder. Immer wieder wird sie belogen. Immer wieder wird sie von denen verraten, die sie am liebsten hat. Veronika hat manchmal das Gefühl verrückt zu werden in einer Welt, in der alle in eine völlig andere Richtung rennen als sie. In der niemand versteht, was für sie völlig eindeutig ist. In der alle sie verändern wollen, selbst ihre Familie. In der alle jemanden aus ihr machen wollen, der sie nicht ist.

Nur wer sie eigentlich ist, dass weiß Veronika auch nicht.

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Veronica is one of those people who never err. And even if she does, she still is right. In her world there is only one true perception and that is her own. This leaves everyone around her with only two options: Either you are on Veronicas side – or against her.

In Veronicas world only one opinion is true and that is her own. Even it that opinion is based on false or simply fabricated facts. Her world only knows black and white and Veronica would never think of questioning her behaviour. Everyone who tells her about it is automatically out to hurt her. She never even thinks more closely about her narrowed view of the world – she doesn’t have to, because she does not tolerate anyone in her life with a different opinion.

A little too less of the good stuff

Veronicas life is not easy. Her husband works too much. Her child causes a lot of work. Her friends – the few she has – keep misunderstanding her. And somehow, she never gets enough. Not enough time, not enough sympathy from the people around her, not enough affection from her family and not enough money from her job. She constantly gets disappointed by the people around her because they fail to meet her expectations. Constantly, another catastrophe arises. And no one seems to understands Veronicas peril, not even her own little family.

A little too much of everything that’s bad

All Veronica wants is to be happy. To be accepted the way she is – even if she herself can never accept anyone that strays from her point of view. That’s because she has difficulties understanding the people around her. Understanding, why they simply can’t see what so obvious to her: That everyone is out to get her, while she only tries to be happy. That everyone keeps disappointing her while she gives her very soul to make everyone happy.

A hard life to live

Life is not kind to Veronica because – like everything – it keeps disappointing her. Time and time again people lie to her. Those she loves the most keep betraying her. Veronica feels like she keeps going crazy in a world where everyone seemingly moves in a different direction than her. In a world where no one understands the things that she sees crystal clear. In a world where everyone tries to change her, even her family. A world, that tries to make her into something she is not.

Only trouble is: Veronica herself has no idea, who she really is.

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