Zukunfts-Nomadin / Futuristic nomad

Traveling, flying, clouds, awayDas Leben sollte einfacher sein, dachte sie sich, schmiss ihren Job, packte ihre Sachen und buchte den ersten Flug den sie sich leisten konnte. Weg von hier. Weg in ein anderes Land mit einer anderen Sprache. Weg in ein anderes, brandneues Leben. >>ENGLISH VERSION BELOW<<

So lautete zumindest der Plan, doch leider musste sie schnell feststellen, dass sich neue Leben gar nicht so leicht finden lassen. Irgendwie ist das nämlich ein bisschen so, als versuchte man eine welke Zimmerpflanze zu verschieben: Egal wie oft man sie von Fenster zu Fenster und von Raum zu Raum schiebt, in der Regel welkt sie trotzdem weiter und geht irgendwann ein.

Natürlich: Wir gehen alle irgendwann ein, nicht wahr? Aber müssen wir bis wirklich bis dahin welken? Nein, dachte sie sich – alles was ich brauche ist eine bessere Einstellung, eine neue Sichtweise. Ich muss nur ein bisschen weniger so wie ich sein und alles wird gut. Aber wie ist man ein bisschen anders als man selbst? Geht das überhaupt?

Sie musste schnell feststellen, dass sich ihr Leben auch vor einer neuen Kulisse nicht wirklich einfacher gestaltete. Die alten Ängste flogen mit ihr über den Ozean und ließen sie nicht wirklich gehen. Sie war immer noch sie selbst und mit dieser Erkenntnis kam irgendwann das Heimweh, also buchte sie irgendwann wieder einen Flug zurück. Zurück in das bekannte Leben mit der bekannten Sprache und den plötzlich fremd wirkenden Bekannten.

Das Leben ist eine Reise ins Ungewisse, aber wie weiß man, das man ankommt? Kann man überhaupt ankommen? Sie reist nun schon seit Jahren umher, alle paar Jahre eine neue Stadt, aber kein neues Leben. Es stimmt wohl wirklich, egal wohin man die Pflanze schiebt, wenn etwas fehlt, dann welkt sie dennoch dahin. Niemand ist gerne eine welke Pflanze und sie weiß auch, das etwas fehlt. Nur leider nicht so recht, was genau dieses „Etwas“ nun eigentlich sein soll. Und ihre größte Angst ist, dass sie es niemals findet.

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Life should be easier, she thought and quit her job, packed her stuff and booked the first flight she could afford. Away from here. Away to a different country with a different language. Away into a brand new life.

At least that was the plan but unfortunately she realized rather quickly that it’s not that easy to find a new life. Actually, it seems like it is a bit like moving a withering house plant: No matter how many times you move it – from window to window and room to room – it will just keep withering until it just dies.

Of course: We all have to die some day, but do we really have to wither until then? No! She thought – all I need is a better attitude, a new perspective. I just need to be a little less myself and everything will be fine. But how can you be a little less yourself? Is that even possible.

She found out very quickly that a change of scenery doesn’t really make for an easier life. All those old fears crossed the ocean with her and didn’t leave her be. She still was herself and with that insight came nostalgia. So she decided to go back and finally booked a flight back. Back into a known life, a known language and all those known friends that somehow seemed a lot more distant than before.

Life is a journey into the unexpected. But is there a way to know when you reached your destination? She kept on traveling – moving from place to place every few years but still couldn’t find that new shiny life she’d dreamed about. Maybe it is really true – no matter how many times you move that plant it will keep on withering. But nobody wants to be a withering plant now, do they? She knows that something is missing, just not what exactly that „something“ is. And her greatest fear is that she’ll never find out.

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