Playlist gegen die Verzweiflung

Es gibt Tage, an denen nichts mehr geht – nicht einmal mehr ein „Fuck You Leben“. Tage, an denen man das Gefühl hat, dass wirklich gar nichts in diesem Leben mehr Sinn macht. Tage, die sich nur mit ertränktem Selbstmitleid und ganz viel ganz lauter Musik überleben lassen. Heute ist so ein Tag und deshalb braucht es eine Verzweiflungs-Playlist, um ihn zu überleben.

Ich weiß nicht, ob es irgendjemand hilft, diese kleine Playlist hier zu posten. Vielleicht geht es ohnehin mal wieder nur um mich – aber wenn ich schon leide, dann zumindest laut. Wenn ich schon sonst zu nichts Nutze bin, kann ich wenigstens hoffen, dass sich jemand anderes Inspiration in meinem Output findet. Eine bessere Ausrede habe ich nicht. Brauche ich auch nicht. Hier also, die kleine Kidayna-Verzweiflungs-Playlist.

Tegan and Sara – „Dancing In The Dark“

Ja, das Original stammt vom “Boss” Bruce Springsteen – aber das ist zu fröhlich. Die Version der beiden Kanadierinnen dagegen genauso, wie ich mich gerade fühle: Mutlos, verzweifelt und am Ende meiner Kraft. Und irgendwie ein bisschen angetrunken.

Deftones – „Rickets“

1997, als Chino Moreno noch Zähne hatte. Wunderbar wütend, wunderbar selbsthassend und großartig, um die Seele zu reinigen.

In Flames – „Take This Life“

Ich weiß nicht, ich mag In Flames ja immer nur manchmal. Meistens in Situationen wie der heutigen. Also verzweifelt und mutlos. Dafür liebe ich sie dann aber auch immer abgöttisch.

Love A – „Windmühlen“

Eine meiner größten Entdeckungen des letzten Jahres. Weil sie mit ihren Texten und ihrer Musik genau den Nerv treffen, der mich umtreibt.

Foo Fighters – „The Pretender“

Es gibt genau zwei Lieder von den Foo Fighters, die ich wirklich mag. „The Pretender“ ist eines davon, weil ich mich darin jedes Mal wieder so unglaublich gut verstanden fühle. Selbst wenn eine dermaßen coole Socke wie Dave Grohl das Ganze singt.

Grossstadtgeflüster – „Ich muss gar nix“

Wir kommen nun langsam von Verzweiflung zu Trotz und niemand zeigt der Welt so gut und eindeutig den gepflegten Mittelfinger, wie Grossstadtgeflüster mit diesem Song. Immer wieder und jedes Mal auf den Punkt genau.

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Adele – „Set Fire To The Rain“

Ja ich weiß, das Lied wurde bereits millionenfach auf Facebook und Co. zu Tode geteilt. Mir geht es aber nicht um den Liebeskummer, sondern um die Verzweiflung in dem Song. Ein kleiner Rückfall von Trotz zu „was soll ich bloß tun“. Es hilft, ein bisschen.

Jimmy Eat World – „Always Be

Dieses Lied beschreibt eine komplett aussichtslose, festgefahrene und sich immer wieder im Kreis drehende Situation. Auch eine Liebesgeschichte, aber genauso aussichtslos wie mein Leben sich im Moment anfühlt.

Die Ärzte – „Lied vom Scheitern“

„Ich bin immer dann am besten, wenn’s mir eigentlich egal ist.“ Dazu müsste es mir halt nur endlich mal egal sein, verdammt!

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