Oscars 2014: „12 Years A Slave“

Jedes Jahr dasselbe: Die Oscar-Nominierungen kommen und die meisten Normalsterblichen kennen gerade mal einen Film – sogar Nerds wie ich. Da ich mich 2014 verändern will, fange ich gleich mal mit etwas Einfachem an und schaue alle wichtigen Filme der Oscar-Nominierungen vor der Verleihung an. Und damit das Ganze sich auch lohnt, gibt es jede Woche einen Kommentar dazu. Den Anfang in der Oscar-Reihe 2014 macht: „12 Years A Slave“.

Gleich zu Anfang: Zu diesem Film fallen mir nur Adjektive wie großartig, sensationell – oder ein persönliches ARSCHGUT ein – aber ich habe ihn trotzdem nicht bis zum Ende geschafft. Das letzte Mal, dass ich den Großteil eines Filmes mit den Händen vor dem Gesicht und Tränen des Entsetzens in den Augen verbracht habe, liegt fast 20 Jahre zurück. Damals war ich elf Jahre alt und der Film hieß „Schindlers Liste“.

Der Schrecken der Sklaverei in lebensecht

Steven Spielbergs Epos wirkt aber im Vergleich zu Steve McQueens „12 Years A Slave“ wie eine Gutenacht-Geschichte für Kinder: Der Film zeigt das Leiden des Musikers Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor), der Mitte des 19. Jahrhunderts nach einem Auftritt unter Drogen gesetzt und als Sklave nach Louisiana verfrachtet wird. Widerstand zwecklos. Es eine Tortur, bei der ich als Zuschauer abwechselnd gegen die Tränen und den revoltierenden Magen kämpfte.

Vergewaltigung, Realität und großartige Schauspieler

Es hilft auch nichts, sich immer wieder zu sagen, dass das ja alles „nur ein Film“ ist. Das man da Schauspieler sieht und nicht einen echten Plantagenbesitzer, der seine Sklavin immer wieder vergewaltigt. Klar, auf der Leinwand spielen Michael Fassbender und Lupita Nyong’o ihre Rollen – großartig im Übrigen. Aber das ändert rein gar nichts daran, dass genau solche Szenen und sicher auch noch viel Schlimmere in echt vorkamen. Der Film basiert immerhin auf einem autobiographischen Buch! Nicht zu vergessen auch – es gibt bis heute Menschen, die Sklaverei befürworten.

„12 Years A Slave“: Versucht es zumindest!

40 Minuten vor Ende des Films habe ich es dann nicht mehr geschafft und das Kino verlassen. Keine Ahnung wie es schließlich ausging, aber das spielt auch keine Rolle. Selbst eine Woche später bin ich immer noch völlig fassungslos und entsetzt über diesen Film. Aber: Er ist fantastisch und meiner Meinung nach sollte jeder zumindest versuchen, „12 Years A Slave“ zu schauen.

Und – ganz ehrlich, eigentlich wollte ich das ja nicht schreiben bei dieser Oscar-Film-Reihe, aber: Alle drei Schauspieler – Chiwetel Ejiofor in der Hauptrolle, Michael Fassbender und Lupita Nyong’o in den Nebenrollen, sowie Regisseur Steve McQueen haben den Oscar verdammt nochmal mehr als verdient!

8 Gedanken zu “Oscars 2014: „12 Years A Slave“

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