Träume sind mächtiger als Tatsachen

(c) M. Reichert

Manche Träume drängen immer wieder an die Oberfläche. Egal ob wir uns dabei dumm fühlen oder uns dafür schämen, sie kommen einfach immer zurück zu uns. Manche Geister verlassen uns nie, wie viel Zeit auch vergehen mag. Egal, wie sehr man sich selbst glauben machen möchte, sie wären nun endlich verschwunden.

Alles was man vergessen hat, schreit im Traum um Hilfe. (Elias Canetti)

Niemand kann dem Herz sagen, was es fühlen soll. Nichts außer dem Tod kann ein Gefühl verhindern. Keine Logik, keine Realität, nicht einmal die hässliche und oftmals schmerzhafte Wahrheit.

Träume kennen keine Grenzen. Die Seele kann uns glauben lassen, was immer wir zu träumen wagen. All die Gefühle, die unser Herz während des Tages unterdrückt. All die kleinen Vögel, die wir in einen Käfig zu sperren versuchen. Die Emotionen, die wir abschalten zu versuchen, denen wir mit Vernunft und Logik beikommen wollen. Dabei vergessen wir aber eines: Es hat schlicht und ergreifend keinen Sinn.

Egal wie schlecht die Chancen stehen, manchmal haben wir keine andere Wahl als uns einem Gefühl auszuliefern. Und sei es auch nur nachts, verloren in sinnlosen und realitätsfremden Träumen. Manchmal, da siegt das Gespenst. Manchmal kann die Lawine nicht aufgehalten werden und wir können nur hilflos daneben stehen während die heile Welt der Illusion zerbricht.

Ein Seufzen in der Dunkelheit, ein leiser Stich in den Schatten. Eine Träne, heimlich im Schutz der Nacht vergossen. Und die Erkenntnis, dass sie niemals vergessen hat. Niemals wirklich darüber hinweg kam. Immer wieder suchte er ihre Träume auf, kam gelegentlich zu ihr in einer Erinnerung, heimlich und so versteckt, dass sie es ignorieren konnte. Doch es ändert nichts.

Die bittere Wahrheit ist, dass er sie vermutlich für den Rest ihres Lebens begleiten wird. Und es gibt nichts, was sie dagegen tun könnte. Niemand kann dem Herz sagen, wen es lieben soll und niemand vermag es aufzuhalten. Nur der Tod.

Ein kleiner Teil wird immer das Mädchen mit den Sternen in den Augen bleiben und niemals aufhören ihn zu suchen. Immer nach einem schiefen Lächeln Ausschau halten. Ihn immer lieben, auch wenn die Frau beinahe an dem Wahnsinn dieses Gefühls erstickt. Manche Geister stehlen uns Herz und geben es niemals wieder zurück. Alles was wir tun können, ist damit zu leben.

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