Der Stern, der weinte

(c) D.ReichertEinst, vor langer Zeit, lief sie die Straße entlang. Der Mond umhüllte ihr Haar mit goldenem Schein. Niemand außer ihm sah ihre Tränen und tröstete sie in ihrem Schmerz. Von diesem Tag an, war die Nacht ihr bester Freund.

Noch heute erzählt sie den Sternen ihre Träume, denn die Nacht lauscht still und andächtig ihren Worten. Mag auch niemand an sie glauben, niemand sie verstehen oder vermissen. Der Mond bleibt ein stiller Gefährte, wohin sie auch geht. Ob voll oder verdeckt, er verschwindet nie aus ihrem Leben. Nicht so, wie jeder andere irgendwann geht.

Die Nacht sah ihre Tränen als ihr Herz ein letztes Mal brach. Der Mond begleitete sie bis zu ihrem letzten Atemzug. Als ihre sterbliche Hülle verging, stieg ihre Seele auf zu den Sternen. Und nun leuchtet sie vom Himmel, für alle jene verlorenen Seelen, die ebenso verzweifelt und einsam sind wie sie.

Manchmal da glaube ich, ich kann sie sehen. Vielleicht lächelt sie dann für mich.

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