Das Märchen vom schwachen Geist

Stellen Sie sich doch bitte einem Moment lang vor, Sie hätten die Macht, alles tun zu können, was Sie möchten. Wirklich alles. Gedankenkontrolle, Berge versetzen, durch Kleidung sehen und alles was Superkräfte eben ausmacht. Stellen Sie sich vor, Sie wären einer der X-Men, einer der alles kontrollieren, beherrschen und verändern kann. Von mir aus, stellen Sie sich vor, Sie wären Gott.

Was würden Sie tun? Menschen in Not retten? Die Welt zum Frieden zwingen, in dem Sie alle dazu bringen ihre Waffen niederzulegen und fröhlich im Kreis zu tanzen. Die Bösen eliminieren? Oder doch lieber selbst Profit aus der Situation schlagen und die Welt zur Unterwerfung zwingen? Was würden Sie tun?

Die politisch korrekte Antwort wäre sicher eine der ersten drei, die Wahrscheinlichste allerdings die Letzte. Ich meine überlegen Sie mal, wenn Sie die Macht hätten alles zu tun, dann würden Sie doch auch verdammt nochmal Kapital daraus schlagen. Heute wissen wir ja auch, dass selbst Mutter Theresa alles andere als eine Heilige war. Auch wenn die katholische Kirche wie immer das Gegenteil behauptet.

Wenn Sie also so darüber nachdenken, dann müsste die einzig wahre Antwort doch die letzte sein oder? Und jetzt überlegen Sie doch mal, warum. Warum scheint der einzige Wunsch der Menschheit der, über irgendwen zu herrschen bzw. besser zu sein als die Anderen? Weil es in unserer Natur liegt? Der Stärkere überlebt, der Schwache geht unter, heißt es doch so schön.

Glauben Sie das? Ich meine glauben Sie es wirklich? Gerade die Geschichte der Menschheit zeigt doch, dass nicht der Starke überlebt, sondern der Hartnäckigere. Betrachten Sie doch nur mal die Geschichte, welche Reiche gingen zuerst den Bach runter? Der Terror der Antike, die Römer, gescheitert am eigenen Größenwahn. Die Maya und Azteken, zerbrochen an der eigenen Ideologie. Die Engländer, einst die größte Kolonialmacht, gescheitert an einem kleinen Inder mit Brille (ja ich weiß, ich liebe Ghandi J)

Wer hat überlebt? Die Christen, eine kleine Sekte, die von den Römern zu Anfangszeiten regelrecht niedergemetzelt wurden. Die Juden, ein Volk dass es schaffte die Grausamkeiten der ganzen Welt über Jahrhunderte zu überstehen. Die Finnen, eine kleine Truppe von Menschen die sich gegen die benachbarten Wikinger durchsetzen und später ihr eigenes Land gründeten. Selbst die nordamerikanischen Indianer überlebten die geplante totale Vernichtung durch die „Weißen“.

Der Mensch strebt also nach Macht, weil es in seiner Natur liegt. Der Mächtige ist gleichzeitig der Starke und dominiert den Schwachen. Wer fühlt sich auch gerade so, als läse er ein Märchenbuch? Na dann gibt es ja vielleicht doch noch Hoffnung…

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