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Archiv für März 2011

Wenn…

…zwei Menschen immer dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig.

(Winston Churchill)

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Kit war immer schon seltsam. Nicht, weil sie sich irgendwie auffällig kleidete oder komisch aussah. Im Gegenteil, sie sah völlig normal aus, ein wenig blass vielleicht und etwas zu dünn, aber nicht seltsam. Ihr schmales Gesicht wurde umrahmt von mittellangen rot-braunen Haaren, die ständig ihre blauen Augen verdeckten, ihre Art, den Rest der Welt auszuschließen. Sie trug nichts wirklich modisches, meistens nur Jeans und T-Shirt, darüber einen abgenutzten Parker. Nichts, was einem ins Auge gestochen wäre, nichts, dass sie besonders gemacht hätte. Doch Kit war seltsam. (more…)

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… macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden.”

(Marie von Ebner-Eschenbach)

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Anders kann man es – betrachtet man unsere derzeitige “Elite” – doch gar nicht mehr sagen. Im vergangenen Jahr schafften es unsere Politiker auf beispiellose Art und Weise, sich lächerlich zu machen. Allen voran, der “Hoffnungsträger der Politik” aka. der Betrüger Guttenberg, dich gefolgt von den peinlichen Äußerungen Westerwelles oder auch Rainer Brüderle, der vor der BDI offen zugibt, dass die derzeitige Atompolitik von FDP & CSU nur “Wahlpolitik” sei. Ein Protokollfehler? Na klar. Bei Guttenberg war auch nur alles ein Versehen.

Die vorläufige Rechnung dieses Debakels kam gestern in Form der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Schwarz-Gelbe Regierung hat dort erst mal ausgedient. Was man eigentlich als Erfolg feiern sollte, entwickelt leider unter Betrachtung der Realität schnell einen faden Beigeschmack. Weder Merkel noch Westerwelle werden deshalb fallen – schlicht und ergreifend aus dem Grund, dass es keine Alternativen gibt.

In der eigenen Partei hat Angela Merkel schön säuberlich potentielle Widersacher aussortiert und kaltgestellt. Der einzige der bei der FDP schwankt und wackelt ist der mittlerweile mehr als peinliche Westerwelle, aber letzendendes bleibt der auch nur ein Bauer auf dem Spielfeld der Politik, mit Merkel als unangefochtener Königin. Die immer lauter werdenden Stimmen gegen ihre Person ignoriert Merkel geflissentlich – und sie kann es sich ja auch leisten. Wen kümmert schon der intellektuelle Pöbel, wenn Millionen BILD-Leser und sämtliche Lobbies hinter einem stehen? Richtig, niemanden.

Alles nur die Hirngespinste? Eine kleine Auswahl der Patzer unserer derzeitigen Regierung allein beim Thema Lobbyismus:

Aber hey, das ist doch alles schon Monate alt – da hat Frau Merkel einfach mal erklärt “Wir sind kein Lobby-Verein“, BILD applaudierte und schon war das Thema vom Tisch. Und so gehen die Deutschen immer noch an die Wahlurnen und wählen die CSU, Hirn aus, Kreuzchen rein und gut. Wenigstens hat die FDP dieses Mal eine ordentliche Klatsche bekommen.

Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für ein nicht-schwarzes Deutschland.

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Wie in Ägypten, ist es auch in Libyen schwer, nicht für einen Bombeneinsatz zu sein. Zumindest, solange man die wichtigen Fakten dieser Geschichte ignoriert. Im SPIEGEL findet sich heute der Artikel „Gaddafi darf nicht gewinnen“ mit dem schönen Untertitel „Menschenrechte sind wichtiger als Frieden“. Das klingt doch super oder? Die Alliierten springen den verzweifelten Aufständischen im Kampf gegen das Monster Gaddafi zur Seite. Was dabei leider unerwähnt bleibt, sind ein paar entscheidende Fakten.

Gaddafi und Sarkozy
In einem Interview mit dem TV-Sender EuroNews drohte Saif al-Islam, einer der Söhne von Muammar al-Gaddafi damit, pikante Details über die Finanzierung des Wahlkampfs des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zu veröffentlichen: „Wir haben alle Details und sind bereit, sie publik zu machen. Sarkozy muss das Geld zurückzahlen, das Libyen ihm zur Finanzierung seines Wahlkampfes gegeben hat. Wir haben seinen Wahlkampf finanziert…Das erste, was wir von diesem Clown wollen, ist also, dass er dem libyschen Volk das Geld zurückgibt“.

Überhaupt scheint Sarkozy weniger von der Verletzung der Menschenrechte in Libyen motiviert, als von der eigenen Situation. Denn der Präsident verliert rapide Sympathien – er gilt bereits als einer der unpopulärsten Präsidenten Frankreichs. Ein Jahr vor der Präsidentenwahl erhält in Umfragen weniger als 30 Prozent Zustimmung und liegt damit sogar hinter Marine Le Pen, Chefin der rechtsextremen Front National und sozialistischen Parteien. Kurz, es sieht nicht gut aus für Sarkozy. Die verzweifelte Inszenierung als Beschützer und Führer der freien Welt, soll ihm nun in Punkte bringen.

Der Krieg gegen den Frieden
Es wurde Gaddafi mehrfach vorgeworfen, er zeige sich uneinsichtig und gewalttätig gegenüber den Aufständischen. Zudem sei der von Gaddafi angekündigte Waffenstillstand laut US-Präsident Barack Obama „eine Lüge und wurde unmittelbar gebrochen.Tatsache ist aber, dass das am 19. März 2011 bei Bengasi abgeschossene Flugzeug, gar nicht zum Arsenal von Gaddafi gehörte. Es war eine Maschine der Aufständischen, das bestätigte laut Focus auch ein Rebellenführer. Bei dem Flugzeug handelte es sich um einen Mirage-Jet aus französischer Produktion.

Gerade dieses abgeschossene – tatsächlich abgestürzte – Kampfflugzeug wurde aber als Begründung für einen Verstoß des von Gaddafi zugesagten Waffenstillstands genannt. Zudem lehnten die USA sämtliche Angebote Gaddafis, internationale Beobachter ins Land reisen zu lassen, direkt ab. Es scheint, als würde sich die Geschichte abermals wiederholen – nur dieses Mal schickt man nicht erst pro forma ein paar Inspektoren ins Land, sondern ballert sofort drauf los. Was mich auch zum nächsten Punkt bringt.

Die Menschrechte mit toten Zivilisten schützen
Nachdem die Bombardierung aufgrund einer Lüge beschlossen war, ging es auch gleich daran, mit Bomben die Menschenrechte zu schützen. Und wie tut man das am besten? Richtig, man bombardiert medizinische Einrichtungen, Brücken, Straßen und die Privatresidenz des Diktators. Hört sich das für irgendjemand nicht auch ein wenig falsch an? Laut Angaben des libyschen Staatsfernsehens, kamen bei den ersten Angriffen rund 64 Zivilpersonen ums Leben, rund 150 wurden verletzt. Daraufhin äußerte unter anderem die Arabische Liga Kritik an dem Militäreinsatz. „Wir wollen Schutz der Zivilbevölkerung, nicht ihren Beschuss“, so Generalsekretär Amr Musa.

Die Frage die sich mir persönlich hier immer wieder stellt: Ist es nun besser von einer amerikanischen/französischen/britischen Bombe ins Jenseits befördert zu werden, statt von einer libyschen Kugel? Ich glaube nicht. Menschenrechte schützen, indem man Zivilpersonen tötet, dass kann niemals richtig sein.

Ich möchte abschließend noch sagen, dass ich diesen Artikel nicht „Pro Gaddafi“ geschrieben habe, denn dass der Mann abgesetzt gehört, ist denke ich unbestritten. Die Mittel mit denen es umgesetzt wird – nämlich auf Kosten derer, die man angeblich ja schützen wolle – das kritisiere ich massiv.

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Am Ende aller Dinge, was stirbt zuletzt?

(c) Cepolina

(c) Cepolina

Die Liebe verließ uns bereits zusammen mit dem Gewissen, als die Wut überhandnahm. Mit der Wut kam der Hass und beide versprachen, dass nun alles besser würde. Bis der Schmerz einsetzte und alles andere vertrieb. Den Schmerz verloren wir letztendlich auch und zurück blieb die Leere. Ein Vakuum in dem wir bis zum Ende hinvegetierten, um die Fragen im Inneren zum Schweigen zu bringen. (more…)

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I…

…object to violence because when it appears to do good, the good is only temporary; the evil it does is permanent.

(Mahatma Ghandi)

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(c) Cepolina

Der verletze Stolz ist die Peitsche, mit ihr treibt der Zorn die Wellen nach oben und der verletzte Stolz schließlich, lässt das Fass überlaufen. Zurück bleibt eine Leere, die sich nicht mehr füllen lässt, eine Ohnmacht, die sich nicht mehr zu wecken ist und am Ende der bittere Geschmack des Schmerzes.

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Stellen Sie sich doch bitte einem Moment lang vor, Sie hätten die Macht, alles tun zu können, was Sie möchten. Wirklich alles. Gedankenkontrolle, Berge versetzen, durch Kleidung sehen und alles was Superkräfte eben ausmacht. Stellen Sie sich vor, Sie wären einer der X-Men, einer der alles kontrollieren, beherrschen und verändern kann. Von mir aus, stellen Sie sich vor, Sie wären Gott. (more…)

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Tja, ein Thema, dass leider nicht genug polarisiert: Die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die britische Organisation „Equals?“ an der die Sängerin Annie Lennox beteiligt ist, startete gerade einen mutigen Werbespot mit Daniel Craig, die genau diese Frage aufwirft: „Are we equals“ (Sind wir gleichberechtigt?). Die traurige Antwort: Nein, sind wir nicht. (more…)

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